Eigenkapital-Falle:
Viele Deutsche glauben, sie können sich keine Immobilie leisten
Zwei
von drei Immobilien-Interessenten wollen sofort Wohneigentum kaufen,
haben aber nach eigener Einschätzung zu wenig Eigen- kapital.
Allerdings gibt es auch Interesse an so genannten 120-
Prozent-Finanzierungen, bei denen neben dem vollen Kaufpreis auch die
Kaufnebenkosten finanziert werden. Anders als in den USA ist die
Komplettfinanzierung in Deutschland noch exotisch.
Eigenkapital ist damit heute nicht mehr zwingend die Voraus- setzung
für den Erwerb einer Immobilie. Viele Anbieter bieten die so genannte
Vollfinanzierung an, die den gesamten Kaufpreis (ohne Nebenkosten)
beinhaltet. Einige wenige Finanzierer beleihen die zu erwerbende
Immobilie sogar bis zu 120 Prozent – Bonität vorausgesetzt.
Interesse an einer 120-Prozent-Finanzierung ist nicht nur bei Eigen-
nutzern, sondern auch bei Kapitalanlegern vorhanden: 14 Prozent der
von Immowelt.de Befragten können sich für ein komplett finan-
ziertes Immobilien-Investment erwärmen. Denn die Bedingungen für den
Immobilienkauf sind derzeit günstig: die Zinsen günstig, die
Immobiliepreise moderat.
Jeder Zehnte allerdings setzt auf Sicherheit: Lieber erst Eigenkapital
ansparen, lautet hier die Devise. Weitere 11 Prozent der von
Immowelt.de Befragten haben keine Finanzierungssorgen: Sie gaben an,
genug Eigenkapital für eine klassische Finanzierung zu haben.
Quelle:
Immowelt-Redaktion vom: Freitag,
15. Dezember 2006
Mehrwertsteuer:
Kaum Auswirkungen auf Gebrauchtimmobilien-Kauf
Gebrauchte
Immobilie kaufen: Trotz Mehrwertsteuererhöhung 2007 kaum
teurer.
Während
bei Neubau-Immobilien die Mehrwertsteuer-Erhöhung von 16 auf 19
Prozent voll durchschlägt, werden Gebrauchtimmobilien durch die
Steuererhöhung kaum teurer. Denn beim Verkauf einer
Bestandsimmobilien fällt keine Mehrwertsteuer an, sondern lediglich
für einige Kaufnebenkosten. Die Steuererhöhung sollte deshalb
nicht Auslöser für ein übereiltes Investment sein. Darauf macht
der Darlehensvermittler Hypotheken-Discount aufmerksam.
Denn ein überhasteter Kauf der falschen Immobilie kommt teurer als
Auswirkungen der Steuererhöhung und möglicherweise auch leicht
steigender Hypothekenzinsen, mahnt der Baugeldvermittler. Der
Mehrpreis durch die Steuererhöhung beträgt demnach bei Bestandsimmobilien im Schnitt maximal 500 Euro.
Immobilien-Interessenten sollten deshalb die Wunschimmobilie genau
unter die Lupe nehmen. Ausschlaggebend seien Bausub- stanz, Dämmung,
Lage und Entwicklungspotenzial. Ein guter Indikator für letzteren
Aspekt: Die Kommune oder Gemeinde bemüht sich um die Aufbereitung
von Gebieten und um infrastruk- turelle Verbesserungen. Ein guter
Makler hilft dabei, den Immo- bilienwert zu ermitteln und ein faires
Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden.
Doch auch der Finanzierer sollte gut gewählt sein: Bereits kleine
Konditionsunterschiede summieren sich im Laufe der Jahre zu
vierstelligen Beträgen. Ebenfalls ist in der aktuellen Niedrigzins-
phase eine lange Zinsbindung ratsam. (fk)
Quelle:
Immowelt-Redaktion vom: Dienstag,
28. November 2006
- bei Immobiliensout24.de:
Wichtige Änderungen
ab 1. Januar 2007
1. Mehrwert-
und Versicherungssteuer
Die Mehrwert- und
Versicherungssteuer werden von 16 auf 19 Prozent erhöht.
Lebensmittel, Zeitungen und Bücher bleiben unverändert bei
Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent. Die Versicherungssteuer steigt mit
der Mehrwertsteuer von 16 auf 19 Prozent. Betroffen davon sind unter
anderen die private Haftpflichtversicherung, die Kfz-Haftpflicht sowie
die Kaskoversicherung. Abweichend davon steigt der Steuersatz bei der
Feuerversicherung auf 14 %, was sich auf die Wohngebäude- und
Hausratversicherung hat. Ausgenommen von der Steuererhöhung sind
Lebens-, Renten- und Krankenversicherungen.
2.
Arbeitslosenversicherung
Der Beitrag zur
Arbeitslosenversicherung wird um zwei Prozentpunkte von 6,5 auf 4,2
Prozent reduziert.
3.
Rentenversicherungen
Die Beiträge zur
gesetzlichen Rentenversicherung werden von aktuell 19,5 auf 19,9
Prozent angehoben. Rentner erhalten bis mindestens 2009 keine erhöhten
Altersbezüge. Der Garantiezins bei privaten Rentenversicherungen wird
von aktuell 2,75% auf 2,25% gesenkt.
4. Kindergeld
Die Altersgrenze für die
Zahlung des Kindergeldes wird ab dem Geburtsjahr 1983 vom 27. auf das
25. Lebensjahr abgesenkt. Folglich wird auch die Kinderzulage der
Riesterrente maximal bis zum 25. Lebensjahr gewährt.
5.
Erziehungsgeld / Elterngeld
Das Erziehungsgeld von 300
EUR, das bisher an einkommensschwache Eltern bis zu 24 Monate gezahlt
wurde, wird durch ein einkommensabhängiges Elterngeld ersetzt. 14
Monate bekommt ein Elternteil 67 Prozent des letzten Einkommens, höchstens
jedoch 1.800 EUR im Monat. Beide können den Zeitraum untereinander
aufteilen. Eine Mindestleistung erhalten Eltern mit geringem
Einkommen. Anspruch auf Elterngeld haben grundsätzlich alle Eltern,
deren Kind ab dem 1.1.2007 geboren wird.
6.
Sparerfreibetrag
Der Sparerfreibetrag wird von 1.370 EUR (Alleinstehende) bzw.
2.740 EUR (zusammen veranlagte Ehegatten) auf 750 bzw. 1.500 EUR
nahezu halbiert. Der Werbungskosten-Pauschbetrag in Höhe von 51 bzw.
102 EUR wird nicht geändert. Daraus ergibt sich ein maximales
Freistellungsvolumen von nur noch 801 bzw. 1.602 EUR. Über diese Beträge
hinaus erwirtschaftete Zinsen und Kapitalerträge müssen versteuert
werden. Der Gesetzgeber sieht vor, dass alle bestehenden
Freistellungsaufträge zum Stichtag anteilig gekürzt werden.
7. Pendlerpauschale
Die Pendlerpauschale wird für die ersten 20 Kilometer
gestrichen. Erst ab dem 21. Kilometer dürfen 30 Cent pro Kilometer
von der Steuer abgesetzt werden. Bus- und Bahnfahrer erhalten nur noch
eine maximale Entfernungspauschale von 4.500 EUR.
8.
Arbeitszimmer
Das häusliche
Arbeitszimmer ist nur noch steuerlich absetzbar, wenn es Mittelpunkt
der gesamten betrieblichen und beruflichen Tätigkeit ist.
9. Kosten für
private Steuerberater
Die Kosten für private
Steuerberater können für Steuererklärungen ab 2006 nicht mehr
abgesetzt werden.
10. Reichen- oder Meistzahlersteuer
Die so genannte Reichen- oder Meistzahlersteuer wird eingeführt.
Besserverdiener mit einem Einkommen ab 250.000 EUR pro Jahr für
Ledige und 500.000 EUR für Verheiratete zahlen drei Prozent mehr
Steuern.
11.
Pauschalsteuer auf private Veräußerungsgewinne
Die Pauschalsteuer von 20
Prozent auf private Veräußerungsgewinne beim Verkauf von
Wertpapieren und Immobilien wird vermutlich erst ab 2008 erhoben. Die
Spekulationsfristen von einem Jahr für Wertpapiere und zehn Jahren für
Immobilien sollen dann nicht mehr gelten.
12.
Kleinunternehmer
Kleinunternehmer
unterliegen in geringerem Umfang Buchführungspflichten als bisher.
Die Grenze für den Beginn der steuerlichen Buchführungspflicht wird
von aktuell 350.000 EUR auf 500.000 EUR angehoben. Ebenso Die Grenze für
Kleinbetragsrechnungen erhöht sich von 100 auf 150 EUR.
13. Sonn- und
Feiertagszuschläge
Sonn- und Feiertagszuschläge
bleiben bis zu einem Grundstundenlohn von 50 EUR steuerfrei, Wenn der
Stundenlohn mehr als 25 EUR beträgt, sind Sozialversicherungsbeiträge
zu entrichten. Bei den so genannten Minijobs wird eine Erhöhung der
pauschalen Sozialversicherungsabgabe von bisher 25 auf 30 % Prozent
eingeführt.
Quelle:
Bundesministerium der Finanzen
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